Krakau und Dunajec-Radweg

Der bewährte Klassiker

Diese Tour ist seit 2002 unser bewährter Klassiker. Polens schönster Gebirgsfluss Dunajec (sprich: Dunajez, in altpolnisch bedeutet das "Sohn der Donau") fließt von der Hohen Tatra zuerst durch einen breiten Talkessel, umringt von malerischen Gebirgsketten. Dann bricht der Strom durch die Kalksteinfelsen der Pieninen und Grünen Beskiden. In diesem Tal befinden wir uns auf Wegen, die der Schönheit des bekannten Donauradwegs in Nichts nachstehen. Ein einzigartiges Erlebnis ist die Begegnung mit der authentischen Folklore und Tradition der hier lebenden Goralen und Zipser.


1.Tag (Samstag)
Ankunft in Krakau und Unterbringung für die erste Nacht in einem zentral gelegenen Hotel. Erkundung der Krakauer Altstadt und ihres Nachtlebens.

2.Tag (Sonntag) Krakau - Zakopane
25-30 km Radfahren.
In unserem Fahrradverleih suchen wir die Räder aus und starten zu einer kurzen Rundfahrt durch die Stadt. Wir halten vor den bekanntesten Kulturdenkmälern: Florianstor, Marienkirche, Tuchhallen am Markt, Jagiellonen-Universität. Das königliche Wawel-Schloss mit der Kathedrale sehen wir von verschiedenen Stellen der Weichselpromenade und können es fotografieren. Gegen Mittag bringt uns ein Bus nach Podhale, zum höchstgelegenen Dorf Polens, Zab (Busfahrt ca. 2,5 Std.). Von dort fahren wir auf die Gubalowka-Anhöhe, wo wir das wahrscheinlich schönste Panorama der Hohen Tatra genießen können.Weiter geht es bergab über das Dorf Olcza nach Zakopane. Hier hat sich die Volkskultur der Tatrabewohner (Goralen) in besonders charakteristischer Weise in ihrer Musik, ihren Gesängen und Trachten erhalten. Die eigentümliche Holzbauweise (der sogenannte Zakopane-Stil) mit ihrem unvergesslichen Charme ist nur hier anzutreffen. Während einer Ruhepause können wir den bekannten "Oscypek", den in hiesigen Goralenhütten hergestellten Schafskäse, verkosten.

3.Tag (Montag) Zakopane-Lopuszna     60 km, meistens abwärts.
Mit einer Bergbahn fahren wir auf den Berg Gubalowka hinauf, dann mit dem Rad hinunter durch das lange Straßendorf Dzianisz bis zum berühmten Chocholow - einem "belebten Freilichtmuseum". In einer typischen Dorfschenke essen wir hier zu Mittag. Anschließend müssen wir zuerst eine kleine Anhöhe überwinden und fahren dann auf einem ruhigen Weg bergab durch das Tal des Cichy Potok (der Stille Bach), an den Ortschaften Ciche, Stare Bystre, Ludzmierz (berühmtes Marien-Sanktuarium) vorbei bis nach Nowy Targ (Neumarkt), dem zentralen Ort der Goralen. Die weitere Strecke, zum Teil am Fluss entlang, führt uns nach Lopuszna, wo wir in einer Pension am Waldrand übernachten.

4.Tag (Dienstag) Lopuszna - Niedzica     30 km Radfahren.
Wir folgen dem Flusslauf des Bialka und fahren an einem alten Adelshof vorbei in Richtung Süden. Bei Nowa Biala können wir den beeindruckenden Durchbruch des Bialka zwischen zwei mächtigen Kalkfelsen bewundern. In Debno besuchen wir Polens älteste Holzkirche. Sie stammt aus dem Jahre 1500 und ist als Unesco-Weltkulturerbe geschützt.  Nun befinden wir uns in der Gegend von Zips, einer historischen Region mit langer Geschichte und mit einer eigentümlich reichen Folklore. Jahrhundertelang lebten hier die Goralen und Ruthenen in den Dörfern, die Deutschen in den Städten und der ungarische Adel in den Schlössern. Wir fahren am Stausee entlang bis zu einem dieser Schlösser in Niedzica und übernachten im nahe gelegenen Hotel. Und endlich kommt der längst erwartete...

5. Tag (Mittwoch) Niedzica - Szczawnica     35 km Radfahren.
Heute kommt der Höhepunkt unserer Reise! Direkt am Dunajec entlang (der hier eine Staatsgrenze bildet) fahren wir nach Sromowce, wo wir auf der neu gebauten Brücke zum slowakischen Cerveny Klastor gelangen. Über dem hiesigen, einst von Karthäusern bewohnten "Roten Kloster" erhebt sich das grandiose, dreigezackte Gebirgsmassiv "Drei Kronen". Danach radeln wir auf  dem nur für Fußgänger und Radfahrer zugelassenen "Pieniner Weg" weiter. Dies ist ein in den Fels gehauener Steig, der entlang des gesamten Dunajec-Durchbruchs verläuft. Die atemberaubenden Kalkfelsen, die sich bis zu 300 m über dem Fluss erheben und die üppige Vegetation am Weg lassen uns schnell den Alltag vergessen. Auf einer eleganten Rad-Promenade kommen wir zum alten Kurort Szczawnica, wo wir übernachten. Es besteht an diesem Tag die Möglichkeit, eine Floßfahrt auf dem Dunajec zu unternehmen.

6.Tag
(Donnerstag) Szczawnica - Rytro     60 km Radfahren.
Diese Etappe führt durch den sog. grünen Durchbruch des Dunajec, wo das Flussbett zwischen zwei Beskiden-Gebirgsketten liegt. Wie der Name schon sagt, sehen wir keine Felswände, sondern nur beeindruckend grüne, mit Buchen bewachsene Abhänge. Auf einigen  Hängebrücken überqueren wir den Fluss und fahren auf Pfaden entlang hübscher Obstgärten, während über uns das Dorf Tylmanowa mit seinen geschmückten Bauernhütten liegt. Zu Mittag essen wir im Gasthaus in Lacko, einem Dorf, das für seinen Sliwowitz-Schnaps bekannt ist. In Golkowice verabschieden wir uns vom Dunajec und fahren nach Rytro, einem alten Ritterdorf am Fuße der Schlossruinen am Ufer des Dunajec-Zuflusses Poprad. Am letzten Abend genießen wir die gebratene Forellen.

7.Tag (Freitag) Rytro - Krakau     15 km Radfahren.
Nach dem Frühstück folgt zuerst die 10km lange Fahrt durch das Tal von Poprad nach Stary Sacz (Alt-Sandez), einer der schönsten Kleinstädte Südpolens. Die schmalen Gassen erkunden wir per Rad. Weiter fahren wir mit dem Bus nach Nowy Sacz (Neu-Sandez). Das Stadtbild hat noch viel aus der Habsburger Zeit bewahrt. Die Straßen sind gesäumt von einer Vielzahl gut restaurierter Jugendstilhäuser. Von hier fahren wir nach Krakau zurück (Busfahrt ca. 2,5 Std.). Die letzte Nacht verbringen wir wieder in Krakau. Ein Abendessen mit Klezmer-Musik schließt unsere Reise ab.

8.Tag (Samstag)
Abreise von Krakau. Der Aufenthalt kann sowohl in Krakau wie auch im Gebirge individuell verlängert werden.

Reiseprofil

Meistens fahren wir auf flacher oder leicht abfallender Strecke. Ausgangspunkt des Dunajec-Radwegs ist das Dorf Zab auf 1022 m ü.M. Zielort ist die Stadt Neusandez auf 350 m ü.M. Die Bergbahn in Zakopane bringt uns nochmals ca. 150 Meter höher. Insgesamt lassen wir uns also während dieser Reise fast 800 Höhenmeter hinunterrollen.
An einigen Stellen verläuft die Route abseits des Flusstals. Es gibt 5 kleinere Steigungen von jeweils ca. 50-120 Höhenmetern. Auf eine kurze Steigung folgt immer eine lange und schöne Abfahrt, die meistens zurück in das malerische Flusstal führt.

 

 


Termine 2011

DRW-1   21.05. - 28.05.
DRW-2   28.05. - 4.06.

DRW-3   4.06. - 11.06.

DRW-4   11.06. - 18.06.

DRW-5   18.06. - 25.06.

DRW-6   25.06. - 2.07.

DRW-7   2.07. - 9.07.

DRW-8   9.07. - 16.07.

DRW-9  16.07. - 23.07.

DRW-10  23.07. - 31.07.

DRW-11  30.07. - 6.08.

DRW-12  6.08. - 13.08.

DRW-13  13.08. - 20.08.

DRW-14  20.08. - 27.08.

DRW-15  27.08. - 3.09.

DRW-16  3.09. - 10.09.


Preise:

Geführte Tour:

1 Person im DZ/HP/7 Nächte  EUR 580
1 Person im EZ/HP/7 Nächte  EUR 660

Individuelle Tour:

1 Person im DZ/HP/7 Nächte  EUR 490
1 Person im EZ/HP/7 Nächte  EUR 570


Radmiete EUR 50
Verlängerung in Krakau:  EUR 42 im DZ/ÜF EUR 65 im EZ/ÜF 


Im Grundpreis enthaltene Leistungen:

  • Transport Krakau-Zab und Altsandez-Krakau

  • Bergbahnfahrt Zakopane-Gubalowka (nur geführte Tour!)

  • 7 Übernachtungen mit Halbpension, Hotels unterschiedlicher Kategorien von guten (**) bis zu guten (***) Zimmern, immer mit eigener Dusche/WC

  • Gepäcktransfer von Unterkunft zu Unterkunft

  • Klezmer-Konzert am letzten Abend

  • Deutschsprachige Reisebegleitung (geführte Tour) oder Verleih von Karten-Set 1:50000 mit markierter Route (individuelle Tour)

Nicht enthaltene Leistungen: Anreise nach Krakau, Eintrittspreise, Besichtigungen, zusätzliche Mahlzeiten, Getränke, Trinkgelder

< Siehe: Bildergalerien...>